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Privatdetektiv Elmar “Schlömm” Mogge fährt treu die Lebensroute des Autoren nach: Formentera – Duisburg. Deshalb ist “Der Hundeknochen” reich an Insiderwissen, aber dieser Krimi ist mehr, denn Niklaus Schmid, der wechselweise auf der kleinsten Baleareninsel und im Ruhrpott wohnt, versteht sein Handwerk und ist vor allem im wachsenden Kreis deutschsprachiger Mittelmeer-Autoren eine Ausnahmeerscheinung, die wohl tut. Nicht nur, dass er bei dieser Story um Mord und Versicherungsbetrug bis zur letzten Seite mit unerwarteten Wendungen verblüfft, die Story gut konstruiert ist und jeder Schauplatz genauso schmeckt wie er soll, Schmid hält den Leser auch mit Witz und Ironie an der Stange, wofür er – wie ich vermute – immer wieder Situationen und Figuren aus seinem Realgedächtnis kramt, egal ob es sich um den ausgebrannten Polizeibeamten im Ruhrpott oder den arroganten Althippie auf Formentera handelt. “Der Hundeknochen” ist keine große Literatur, aber im Unterhaltungsfach besetzt der Duisburger mit dem süffigen Stil fast schon die Edelnische.

Von Niklaus Schmid liegen nicht nur Kriminalromane vor, sondern u.a. auch Reisebücher, darunter das hervorragende Inselporträt “Formentera – Eine Insel auf dem Weg zur Legende”.

 

Autor: Niklaus Schmid

Verlag: Grafit

Preis: 15,80 DM

 

Mallorca Zeitung 2001